Die besten Coaches in DACH: Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Sind Sie an einem Coaching interessiert und auf der Suche nach einem qualifizierten und seriösen Coach? Hier habe ich für Sie wichtige Regeln, Tipps und Entscheidungshilfen zusammengetragen, um einen passenden Coach für Ihr Anliegen zu finden.

10.000 Business Coaches – wie soll man da durchblicken?

Der Markt boomt, die Qualifikationskriterien sind undurchsichtig und die Vielfalt an unterschiedlichen Coachingleistungen kann überwältigend sein.

Eine Sache vorweg:

Es ist leider immer noch so, dass der Berufsstand „Coach“ nicht geschützt ist, sprich jeder kann sich – mit oder ohne Ausbildung – Coach nennen. Was noch dazukommt, ist, dass Aus- oder Fortbildungen im Coaching-Bereich weder zulassungsbeschränkt sind, noch in den meisten Fällen der Abschluss mit wahnsinnig viel Aufwand und Qualitätschecks erreicht werden kann. Bedeutet: Wer zahlt, erhält das Coaching-Zertifikat. Dies hat besonders in den letzten Jahren zu einer regelrechten Flut an Coaches geführt, die oft nur „erfahrungsbasiertes“ Wissen anbieten oder mit zweifelhaften Coaching-Dienstleistungen den seriösen Markt belasten.

Daher die erste wichtige Definition: Was ist professionelles Coaching überhaupt?

Ich erlebe es in meiner täglichen Praxis häufig, dass Menschen eine sehr unterschiedliche Definition von Coaching haben. Die meisten Definitionen, die ich höre, gehören allerdings in die Beratungs- oder Trainingsecke. Coach, aus dem Englischen übersetzt, bedeutet Trainer und genau das führt regelmäßig zu Verwirrung. Ein Trainer bringt einem in der Regel etwas bei. Ein ausgebildeter Coach agiert allerdings als Prozessbegleiter. Dabei wird der Klient befähigt, persönliche Ziele zu identifizieren, Lösungswege zu entwickeln und neue Herangehensweisen auszuprobieren. Dies geschieht durch gezielte Fragetechniken, Perspektivenwechsel und den Einsatz unterstützender Interventionen. Die Grundannahme ist immer: Hilfe zur Selbsthilfe.

Ich persönlich arbeite nach Absprache zusätzlich gerne mit der Impact-Methode. Dabei integriere ich bewusst Beratungsimpulse, um den Denkhorizont zu erweitern und das Blickfeld gezielt zu öffnen.

Nachdem die Definition klar ist, klären Sie als Nächstes für sich: Brauche ich überhaupt einen Coach?

Ich sage Ihnen: Brauchen tun Sie keinen! Schlafen, Atmen, Trinken und Essen, das brauchen Sie. Auch ohne einen Coach lassen sich Herausforderungen lösen und die persönliche Entwicklung vorankommen. Die Frage ist nur: Welche Vorteile ergeben sich, wenn jemand Ihnen einen Spiegel vorhält, Dinge hinterfragt, Sie in bislang ungedachte Richtungen lenkt, beim Sortieren hilft und emotionale Herausforderungen (die wir alle haben) effektiv begleitet und auflöst?

Ein kompetenter Coach leistet genau das: Er hilft dabei, nicht alle Themen allein zu bewältigen, reduziert den persönlichen Energieaufwand, der durch ständiges Gedankenkreisen entsteht, und ermöglicht es, Ziele effizienter und schneller zu erreichen. Durch gesteigerte Klarheit wird es möglich, auch in schwierigen Situationen souverän und wirkungsvoll zu handeln, und das Leben erreicht eine höhere Lebensqualität – etwas, wonach wir alle uns sehnen.

Ein Coach ist ein professionelles Hilfsmittel – so wie ein Schweizer Taschenmesser auf einer abenteuerlichen Reise.

Welche Themen behandeln Coaches?

Die Gründe, um mit einem Business Coach zu arbeiten, sind vielfältig. Ich gebe hier einen kleinen Auszug aus typischen Themen, bei denen die Zusammenarbeit mit einem Coach sinnvoll ist:

  • Unternehmerische Herausforderungen, Suche nach Unterstützung bei strategischen Entscheidungen, Geschäftsentwicklung oder Teamproblemen
  • Veränderungsprozesse im Unternehmen zu gestalten bzw. mitzutragen, Umgang mit Fusionen, Umstrukturierungen oder technologischen Umstellungen
  • Entwicklung eines Growth Mindsets für Lösungsorientierte Denkweisen
  • Erweiterung der Führungskompetenz, um effektiver mit Mitarbeitenden umzugehen, Teamdynamik zu steigern und eine inspirierende Führungskraft zu sein
  • Bei Konflikten im Team oder mit Schnittstellen
  • Persönliche Weiterentwicklung und Stressmanagement
  • Umgang mit eigenen Emotionen und innerer Unternehmenspolitik
  • Innere Konflikte resultierend aus Unternehmensvorgaben und dem Wunsch, Dinge zu bewegen oder eigenen Werten treu zu bleiben
  • Konfliktgespräche, anstehende Entscheidungen, Unterstützung in der Lösungsfindung

 

Kommen wir zum Punkt: Was zählt wirklich bei der Auswahl eines Coaches?

7 Faktoren, auf die Sie achten sollten:

  1. Qualitätssiegel und Zertifizierung: Achten Sie darauf, dass der Coach über ein anerkanntes Qualitätssiegel verfügt, wie beispielsweise von der ICF (International Coaching Federation) oder der EMCC (European Mentoring and Coaching Council). Diese gelten als die etabliertesten und weltweit am höchsten anerkannten Zertifizierungsstellen für Coaching. Besonders die ICF hat international hohe Standards für professionelles Coaching etabliert.
  2. Erfahrung und Expertise: Überprüfen Sie die Erfahrung und Expertise des Coaches anhand von Referenzen und Empfehlungen.
  3. Ethik und Professionalität: Stellen Sie sicher, dass der Coach ethische Standards und Berufsrichtlinien einhält. Ein guter Coach teilt die ethischen Richtlinien mit, führt eine Auftragsklärung durch und achtet penibel auf die Vertraulichkeit seiner Klienten.
  4. Chemie und Vertrauen: Die Chemie muss stimmen. Deshalb stellen Sie sicher, dass es immer ein kostenfreies Erstgespräch gibt (den Chemistry-Call). Eine gute Beziehung und ein gutes gegenseitiges Verständnis sind entscheidend für den Erfolg des Coachings.
  5. Stellen Sie dem Coach Fragen: Stellen Sie Ihre aktuelle Herausforderung in der Kennenlern-Sitzung dar und wechseln Sie danach in die Interviewer-Rolle. Fragen Sie beispielsweise den Coach: Was hat Sie zum Coaching bewogen? Was waren für Sie die prägendsten Erfahrungen in Ihrer Coaching-Ausbildung? Beschreiben Sie mir bitte Ihr Coaching-Verständnis. So erhalten Sie einen guten Überblick über die Vorgehensweise des Coaches und prüfen die Chemie von Ihrer Seite.
  6. Suchen Sie nach einem individuellen Ansatz: Ein guter Coach wird Ihre Bedürfnisse individuell berücksichtigen und maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Jede Herausforderung ist einzigartig und eng mit persönlichen Lebens- und Berufserfahrungen verbunden, weshalb von einer standardisierten Vorgehensweise abzusehen ist. Fertige Programme bestehen aus klaren Bausteinen, die jedoch möglicherweise nicht den individuellen Bedürfnissen des Coachees entsprechen. Setzen Sie deshalb lieber auf offenes, individuelles Coaching, bei dem der Klient seine Themen selbst einbringen kann.
  7. Methodenüberblick und Kosten: Ein qualifizierter Coach zeichnet sich durch einen vielfältigen Methodenkoffer aus, der idealerweise aus verschiedenen methodischen Ausbildungsrichtungen besteht. Auf diese Weise kann er gezielt auf die individuellen Bedürfnisse des Klienten eingehen. Transparente Preisgestaltung und eine klare Kommunikation bezüglich des Coaching-Rahmens sollten spätestens im Erstgespräch erfolgen.

 

Noch eine Ergänzung zum Thema Qualität und Zertifizierung:

Jeder Coachinganbieter verspricht am Ende einer Ausbildung eine Zertifizierung. Es gibt jedoch bedeutende Unterschiede, wenn sich ein Coach von einer der führenden Coaching-Institutionen zertifizieren lässt. Zu den qualitativ hochwertigsten Coaching-Zertifizierungen zählen:

  • Die ICF: International Coaching Federation
  • Die EMCC: European Mentoring and Coaching Council
  • AC: Association for Coaching

 

Hier lesen Sie nach, welche herausfordernden Kriterien beispielsweise ein ICF-zertifizierter Coach erbringen muss, um dieses Qualifizierungssiegel zu erhalten. Dies zeigt auch, weshalb sich besonders der ICF der Ruf #theGoldStandardInCoaching voraus eilt.

Wo findet man gute Coaches?

  • Coaching-Plattformen: Bettercoach, CoachHub, Coachfox, Haufe, Leadership Choices, Sharpist, echt.JETZT
  • Coaching-Verbände: Verbände stellen häufig ein Mitgliederverzeichnis zur Verfügung (z.B. ICF, DCV, emTrace, Seminarmarkt…)
  • Google-Recherche: Klassische Recherche oder Weiterempfehlungen erweisen sich als besonders effektiv bei spezifischen Fachbereichen oder Branchen, für die ein Coach gesucht wird
  • Soziale Medien: Mit Hilfe von LinkedIn gezielt nach Coaches suchen
  • Direktmailings: Immer mehr Coaches beginnen damit, gezielt Unternehmen anzuschreiben und ihr Portfolio vorzustellen. Selbst wenn Sie momentan kein Interesse an Coaching haben, bietet es sich an, solche Nachrichten an die Personalabteilung weiterzuleiten, um sie für zukünftige Bedarfe oder andere Mitarbeiter in den Coaching-Pool aufzunehmen

 

Das Allerwichtigste aber ist und bleibt: Ihr Bauchgefühl

Letztendlich ist es wichtig, dass Sie sich bei Ihrem Coach wohl und verstanden fühlen – denn Coaching ist eine persönliche Angelegenheit.

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Über die Autorin

Ich bin Nadine Härtinger, Inhaberin von INNprogress. Wir begleiten Unternehmen auf dem Weg zur gelebten New Work Praxis. Mit Leadership Coaching, Teamwork und dem Training von Future Skills.

In diesem Blog teilen wir wichtige Tipps und Einblicke rund um New Work Themen und mental Health.

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